Messtelle

Meteorologische und eichrechtliche Informationen

Messgeräte für Gas gehören zahlenmäßig zu den größten Gruppen eichpflichtiger Messgeräte in Deutschland.

Durch die steigenden Kosten für Energie und Rohstoffe, sowie einer verbrauchsorientierten und somit gerechten Kostenverteilung auf die einzelnen Verbraucher, ist die korrekte Anzeige dieser Messgeräte innerhalb garantierter Fehlergrenzen von großer wirtschaftlicher Bedeutung. Die Eichung (amtliche Prüfung) dieser Geräte erfolgt überwiegend durch staatlich anerkannte Prüfstellen für Messgeräte für Gas. Hierbei handelt es sich um Einrichtungen, z.B. bei Versorgungsunternehmen oder Herstellern, die im Bereich der Messgeräte für die Energieversorgung Aufgaben der Eichbehörden unter deren Aufsicht als „Beliehene Unternehmen" übernommen haben. Bis Ende August 2000 wurde die Eichung der Geräte durch die Prüfstellen noch „Beglaubigung" genannt.

Mit dem Inkrafttreten der europäischen Messgeräterichtlinie 2004/22/EG (MID) zum 30. Oktober 2006 können Hersteller konformitätsbewertete Versorgungsmessgeräte (mit MID-Kennzeichnung) in den Verkehr bringen, die den geeichten Messgeräten gleichgestellt sind. An die Stelle der Ersteichung tritt ein Konformitätsbewertungsverfahren, bei dem die Mitwirkung einer vom Hersteller gewählten benannten Stelle vorgeschrieben ist.